Schweinegrippe
Die Kontroverse um die Neue Grippe oder Schweinegrippe ist noch nicht beendet.
In der Diskussion geht es
1. um den Schutz einzelner Individuen vor Erkrankung,
2. um den Schutz der Gesamtbevölkerung (insbesondere gefährdeter Gruppen) und
3. um mögliche schädigende Wirkung durch die Impfung.
Mehr als 90% der Erkrankten stecken sich inzwischen im Inland an, wo wir bei den gemeldeten Zahlen von einer hohen Dunkelziffer ausgehen müssen. Die Verdachtsfälle sind derart häufig geworden, dass Abstriche zur Erhärtung von Verdachtsdiagnosen gar nicht mehr durchgeführt werden. Auch die Meldepflicht für Verdachtsfälle und Erkrankungsfälle ist jetzt weggefallen.
Wäre der Impfstoff (Pandemrix) wie der normale saisonale Grippe-Impfstoff hergestellt, würde unsere Praxis ihn auch uneingeschränkt empfehlen. Wegen des beim Schweinegrippe-Impfstoff verwendeten Wirkverstärkers, der aus unserer Sicht zu wenig erprobt ist und ein eigenes Schädigungspotential besitzt, halten wir uns mit einer konkreten Empfehlung zur Schweinegrippe-Impfung noch zurück: Es gibt gute Gründe für und gute Gründe gegen die Impfung. Jeder muss das selbst individuell für sich entscheiden. Wir raten weder zur Impfung, noch raten wir ausdrücklich ab.
Alle Impflinge über 6 Monaten benötigen nur eine einzige Impfung, wie das Robert-Koch-Institut am 3.12.09 mitteilte. Die frühere Empfehlung zweier Impfungen für Personen unter 10 und über 60 Jahren ist damit hinfällig.
Um unseren Patienten, die sich für die Impfung entscheiden, Wege und Umstände zu ersparen, haben wir von November bis Mitte Dezember 2009 die Impfung in unserer Praxis angeboten.
Wegen der auf Null gesunkenen Nachfrage haben wir am 14.12.2009 die Impfungen wieder eingestellt. Unseres Wissens impft derzeit in Langenfeld niemand mehr.
Weitere Infos auf der Homepage des Robert-Koch-Instituts.
Hans-Peter Meuser, Stand 15.12.2009, 13.30 Uhr